Das Regelwerk der I.F.A.A.
Redaktion - Basisinformationen
Das Regelbuch der International Field Archery Association (I.F.A.A.) wurde vom Österreichischen Bogensportverbandes (ÖBSV) aus dem Englischen übersetzt und steht zum Download zur Verfügung.
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Das Bogenschießen ist die Benutzung eines Bogens und eines Pfeils, meist zu sportlichen Zwecken, aber auch zur Jagd. Das Bogenschießen ist eine der ältesten Jagdformen der Menschheit, und wurde über lange Zeit auch als wirkungsvollste und leichte Fernwaffe auf mittleren Distanzen eingesetzt. Das Bogenschießen als sportliche Betätigung ist als Training zur Erlangung der nötigen Fertigkeiten (Treffgenauigkeit) beim Bogenschießen sicher ebenso alt wie der Gebrauch als Waffe bei der Jagd oder in kriegerischen Auseinandersetzungen.
Die Erfindung des Rades und das Beherrschen des Feuers waren sicherlich die wichtigsten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. Viel weniger ist man sich heute der historischen Bedeutung von Pfeil und Bogen bewusst. Die Erfindung des Bogens verliert sich im mythischen Nebel der Geschichte: Erfindungsort und -zeit können von der Archäologie nicht exakt bestimmt werden. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass sowohl die ersten Bogen als auch Pfeile aus organischen Materialien hergestellt wurden, die die Zeit nicht überdauert haben. Erst mit der Verwendung von Pfeilspitzen aus Knochen und Stein (z.B. Flint, Obsidian) hinterließen unsere Vorfahren eindeutig zu datierende Belege für die Verwendung von Pfeil und Bogen. Trotzdem gibt es Anhaltspunkte dafür, dass der Bogen bereits seit über 20.000 Jahren vom Menschen benutzt Hoehlenmalerei Levante, Spanien, 5. bis 3. Jahrtausend v. Chr.wird und über Tausende von Jahren eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Menschheit spielten. Sie waren entscheidend für den Niedergang und Aufstieg ganzer Nationen.
Die wichtigste weltweite Organisation der Bogenschützen ist die FITA, die Fédération Internationale de Tir à l'Arc. Der Bogensport in Deutschland ist in zwei Verbände organisiert. Zum einem den DSB (Deutscher Schützenbund) und zum andern den DBSV (Deutscher BogenSport Verband). Der DSB ist in der Bundesrepublik Deutschland historisch gewachsen und als einziger nationaler Verband der FITA angeschlossen. Daher sind nur über den DSB Teilnahmen an übernationalen Wettkämpfen, wie Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen möglich. Ein dritter Bogensportverband in Deutschland ist der DFBV, der Deutsche Feldbogenverband, der eine lockere Kooperation mit dem DSB betreibt, selber aber seinerseits direkt an das internationale Äquivalent der FITA für das Feldbogenschießen, die IFAA (International Field Archery Association)angebunden ist.
Insgesamt werden 144 Pfeile auf verschiedene Entfernungen und Auflagengrößen (Zielscheiben) geschossen. Weiterhin werden in den verschiedenen Wettkampfklassen (unterschieden nach Alter/Geschlecht) unterschiedliche Entfernungen geschossen. Bei den Herren jeweils 36 Pfeile auf 90m und 70m (auf Auflagen mit 122cm Durchmesser) sowie 50m und 30m (auf Auflagen mit 80cm Durchmesser). Bei den Damen werden 70m und 60m (122cm Ø) sowie 50m und 30m (80cm Ø) geschossen. Auf der 30m Distanz kann die 80cm Ø Auflage auch durch vier (für jeden Schützen der Scheibe einen) sogenannte Spots ersetzt werden. Dieser hat einen Durchmesser von 40 cm und besteht aus der Mitte der 80cm Auflage. Niedrigere Treffer werden dabei als Fehlschuss (M miss) gewertet. Vor einer Wertung (Pfeile holen und aufschreiben der Trefferzahlen scoren) werden bei den zwei weiten Entfernungen jeweils 6 Pfeile, bei den Kürzeren jeweils 3 Pfeile geschossen. Für Schüler- und Jugendklassen gelten teilweise abweichende Regelungen bezüglich Entfernungen und Auflagengrößen. Eine FITA-Runde wird in der Regel an einem Tag geschossen. Bei der sogenannten Doppel-FITA werden zwei FITA-Runden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geschossen.
Auch im Behindertensport werden Olympische Spiele ausgetragen, worin die Deutschen Behindertenbogenschützen sehr - wenn nicht sogar erfolgreicher - sind.
Der Recurvebogen ist der klassische europäische Bogen. Im frühen Mittelalter wurde speziell in England der sogenannte englische Langbogen geschossen. Aus dem Fernen Osten und Asien kam die typische Recurve-Form ins Abendland. Da die Wurfkraft größer ist, setzte sich dieser Bogen bald in Europa durch.
Die nachfolgenden Beispiele zeigen deutlich, dass es doch einiges gibt, dass den Compoundbogen vom Recurvebogen unterscheidet. Bevor ich aber auf die einzelnen Unterschiede speziell eingehe, möchte ich kurz die Geschichte des Compoundbogens erläutern.
Für den Blankbogen gelten dieselben technischen Merkmale, wie für den herkömmlichen Recurve-Bogen – allerdings sind jegliche Zielhilfen (Visiere jeglicher Art) und alle Stabilisatoren verboten.
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