Donnerstag September 09 , 2010
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Allgemeines zum Bogenschießen

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BogensportDas Bogenschießen ist die Benutzung eines Bogens und eines Pfeils, meist zu sportlichen Zwecken, aber auch zur Jagd. Das Bogenschießen ist eine der ältesten Jagdformen der Menschheit, und wurde über lange Zeit auch als wirkungsvollste und leichte Fernwaffe auf mittleren Distanzen eingesetzt. Das Bogenschießen als sportliche Betätigung ist als Training zur Erlangung der nötigen Fertigkeiten (Treffgenauigkeit) beim Bogenschießen sicher ebenso alt wie der Gebrauch als Waffe bei der Jagd oder in kriegerischen Auseinandersetzungen.

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Geschichte des Bogenschießens

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Geschichte des BogenschießensDie Erfindung des Rades und das Beherrschen des Feuers waren sicherlich die wichtigsten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. Viel weniger ist man sich heute der historischen Bedeutung von Pfeil und Bogen bewusst. Die Erfindung des Bogens verliert sich im mythischen Nebel der Geschichte: Erfindungsort und -zeit können von der Archäologie nicht exakt bestimmt werden. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass sowohl die ersten Bogen als auch Pfeile aus organischen Materialien hergestellt wurden, die die Zeit nicht überdauert haben. Erst mit der Verwendung von Pfeilspitzen aus Knochen und Stein (z.B. Flint, Obsidian) hinterließen unsere Vorfahren eindeutig zu datierende Belege für die Verwendung von Pfeil und Bogen. Trotzdem gibt es Anhaltspunkte dafür, dass der Bogen bereits seit über 20.000 Jahren vom Menschen benutzt Hoehlenmalerei Levante, Spanien, 5. bis 3. Jahrtausend v. Chr.wird und über Tausende von Jahren eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Menschheit spielten. Sie waren entscheidend für den Niedergang und Aufstieg ganzer Nationen.

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Bogenschießen als Sport

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Bogenschießen als SportDie wichtigste weltweite Organisation der Bogenschützen ist die FITA, die Fédération Internationale de Tir à l'Arc. Der Bogensport in Deutschland ist in zwei Verbände organisiert. Zum einem den DSB (Deutscher Schützenbund) und zum andern den DBSV (Deutscher BogenSport Verband). Der DSB ist in der Bundesrepublik Deutschland historisch gewachsen und als einziger nationaler Verband der FITA angeschlossen. Daher sind nur über den DSB Teilnahmen an übernationalen Wettkämpfen, wie Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen möglich. Ein dritter Bogensportverband in Deutschland ist der DFBV, der Deutsche Feldbogenverband, der eine lockere Kooperation mit dem DSB betreibt, selber aber seinerseits direkt an das internationale Äquivalent der FITA für das Feldbogenschießen, die IFAA (International Field Archery Association)angebunden ist.

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Die bekanntesten Disziplinen im Bogensport

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FITA-Runde

FITA-RundeInsgesamt werden 144 Pfeile auf verschiedene Entfernungen und Auflagengrößen (Zielscheiben) geschossen. Weiterhin werden in den verschiedenen Wettkampfklassen (unterschieden nach Alter/Geschlecht) unterschiedliche Entfernungen geschossen. Bei den Herren jeweils 36 Pfeile auf 90m und 70m (auf Auflagen mit 122cm Durchmesser) sowie 50m und 30m (auf Auflagen mit 80cm Durchmesser). Bei den Damen werden 70m und 60m (122cm Ø) sowie 50m und 30m (80cm Ø) geschossen. Auf der 30m Distanz kann die 80cm Ø Auflage auch durch vier (für jeden Schützen der Scheibe einen) sogenannte Spots ersetzt werden. Dieser hat einen Durchmesser von 40 cm und besteht aus der Mitte der 80cm Auflage. Niedrigere Treffer werden dabei als Fehlschuss (M miss) gewertet. Vor einer Wertung (Pfeile holen und aufschreiben der Trefferzahlen scoren) werden bei den zwei weiten Entfernungen jeweils 6 Pfeile, bei den Kürzeren jeweils 3 Pfeile geschossen. Für Schüler- und Jugendklassen gelten teilweise abweichende Regelungen bezüglich Entfernungen und Auflagengrößen. Eine FITA-Runde wird in der Regel an einem Tag geschossen. Bei der sogenannten Doppel-FITA werden zwei FITA-Runden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geschossen.

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Zur Geschichte der Paralympics

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Auch im Behindertensport werden Olympische Spiele ausgetragen, worin die Deutschen Behindertenbogenschützen sehr - wenn nicht sogar erfolgreicher - sind.

Als Vorreiter der Paralympics gelten die Stoke Mandville Wheelchair Games, die erstmals im Jahre 1948 vom Arzt Dr. Ludwig Guttmann für verletzte Kriegsveteranen in Übereinstimmung mit den Olympischen Spielen in London organisiert wurden. Ausgehend von diesem Anlass entwickelte sich im Verlaufe der Jahre ein attraktives Wettkampfprogramm für Athleten mit einer Behinderung.

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Der Recurvebogen

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RecurvebogenDer Recurvebogen ist der klassische europäische Bogen. Im frühen Mittelalter wurde speziell in England der sogenannte englische Langbogen geschossen. Aus dem Fernen Osten und Asien kam die typische Recurve-Form ins Abendland. Da die Wurfkraft größer ist, setzte sich dieser Bogen bald in Europa durch.

Gegenüber dem Compoundbogen, der mit dem Flaschenzugprinzip arbeitet und je nach Art der „Rollen“ (Camecords) eine Zugkraftreduktion von bis zu 80% erreichen kann, ist beim Recurvebogen der Kraftverlauf fast linear ansteigend. Das heißt, beim Auszugspunkt des Recurvebogens liegt die volle Leistungskraft auf den Fingern, wobei sie beim Compound um bis zu 80% minimiert wird und erst beim Lösen freigegeben wird.

Der Recurvebogen ist teilbar und besteht aus dem Mittelteil, den Wurfarmen, der Sehne. Zum „Zubehör“ zählen das Visier, die Pfeilauflage, der Button, das „Stabilisationssystem“.

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Der Compoundbogen

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Der CompoundbogenDie nachfolgenden Beispiele zeigen deutlich, dass es doch einiges gibt, dass den Compoundbogen vom Recurvebogen unterscheidet. Bevor ich aber auf die einzelnen Unterschiede speziell eingehe, möchte ich kurz die Geschichte des Compoundbogens erläutern.

Der Compoundbogen kommt aus Amerika. Prozentual gesehen ist der Anteil der verkauften Compoundbögen wesentlich höher als der der Recurvebögen. In Amerika sind mehr als 90% der Schützen Compoundschützen. Compoundschießen ist dort so populär, da man in Amerika auch mit diesem Bogen jagen kann. So hat man den Compoundbogen auch für andere Zwecke konstruiert als den Recurvebogen.

Weiterlesen: Der Compoundbogen

 

Der Blankbogen

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Der BlankbogenFür den Blankbogen gelten dieselben technischen Merkmale, wie für den herkömmlichen Recurve-Bogen – allerdings sind jegliche Zielhilfen (Visiere jeglicher Art) und alle Stabilisatoren verboten.

Der Bogen muss „blank“ sein, d. h. er muss frei sein

  • von Herausstehendem,
  • von Markierungen,
  • Flecken oder
  • von Laminierungen,

die als Zielhilfe dienen können.

Eingebaute Schwingungsdämpfer (TFC) sind zulässig, vorausgesetzt, es werden keine Stabilisatoren oder Zusatzgewichte angebracht. Wurfarmdämpfer (limb saver) dürfen an den Wurfarminnenseiten angebracht sein. Zusatzgewichte dürfen angebracht werden. Begrenzung: Der Bogen muss ungespannt durch einen Messring von 122 mm Durchmesser passen.

Weiterlesen: Der Blankbogen

 

Vokabeln im Bogensport | Englisch - Deutsch

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Vokabeln im Bogensport | Englisch - DeutschDer Österreichische Bogensportverband veröffentlicht eine Zusammenstellung von Fachbegriffen des Bogensports, die vom Englischen ins Deutsche übersetzt wurden. Die Zusammenstellung kann eine echte Hilfe bei der Übersetzung von englischen Produkt- und Tuninginformationen sein.

Zusammengestellt wurde dieses kleine Fremdwörterbuch von Urte Paulus (Wien) mit freundlicher Unterstützung von Paul Amstutz (Grossafoltern/Schweiz).

Unsere deutsche Zusammenstellung von Fachbegriffen findest Du hier.

 

Die Regeln der FITA

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FITA-LogoDie FITA hat zum Beginn 2010 die neuen FITA-Regeln veröffentlicht, die seit dem 01.04.2010 gültig sind. Das Regelwerk der FITA besteht aus fünf Büchern. Die Bücher wurden übersetzt und stehen auf der Website Bogenkampfrichter.de zum Download zur Verfügung.

 

 

Das Regelwerk der I.F.A.A.

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IFAA

Das Regelbuch der International Field Archery Association (I.F.A.A.) wurde vom Österreichischen Bogensportverbandes (ÖBSV) aus dem Englischen übersetzt und steht zum Download zur Verfügung.

Zum Regelbuch der I.F.A.A.

   

Sicherheitstechnische und bauliche Regeln für Bogenplätze

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Sicherheitstechnische und bauliche Regeln für BogenplätzeDie im Download angebotene Schrift enthält die Sicherheitsbestimmungen und bauliche Regeln für Bogenplätze.

Herausgeber der Schrift sind:

  • Deutscher Feldbogen Sportverband e.V. (DFBV) | www.dfbv.de
  • Deutscher Schützenbund e.V. (DSB) | www.dsb.de

Eine waffenrechtliche Erlaubnis zum Betreiben einer Schießstätte nach § 27 Abs. 1 WaffG ist nur dann erforderlich, wenn auf ortsfesten oder ortsveränderlichen Anlagen mit Schusswaffen im waffenrechtlichen Sinne geschossen werden soll.

Da es sich beim Bogen um keine Schusswaffe nach dem WaffG handelt, stellen Bogenplätze auch keine genehmigungspflichtige Schießstätten dar. Sie bedürfen somit keiner waffenrechtlichen Betriebserlaubnis. Die folgenden sicherheitstechnischen und baulichen Regeln beschreiben die entsprechenden Vorgaben nach den Maßgaben des DSB und DFBV.

Im Download:

   
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