Weltcup Antalya: Recurve-Frauen im Gold-Finale
Weltcup Antalya: Recurve-Frauen im Gold-Finale

23.05.2018 – Sensationelles Ergebnis für die deutschen Recurve-Frauen beim Weltcup in Antalya: Michelle Kroppen, Elena Richter und Lisa Unruh stehen nach einem hochspannenden 5:4 im Halbfinale gegen Taiwan im Finale, wo es gegen Topfavorit Korea geht. Nach Platz vier beim ersten Weltcup in Shanghai unterstrich das DSB-Trio damit seine starke Form.

In den Runden zuvor wurden Indonesien und Polen souverän bezwungen, ihr Meisterstück lieferten  Kroppen, Richter und Unruh jedoch im Halbfinale, als sie aus einem 2:4-Rückstand einen 5:4-Erfolg machten. Der Lohn: Im Finale am Sonntag geht es gegen Olympiasieger Korea.

Recurve: Kroppen bringt Weltrekordlerin an den Rand einer Niederlage

Doch man darf sich im Bogensport nie zu sicher sein. Bereits im Einzel-Vorkampf lernte Michelle Kroppen den Koreanern das Fürchten. Die 22-jährige Recurve-Schützin hatte es mit Kang Chea Young aus Korea zu tun, die am Vortag mit 691 Ringen einen neuen Weltrekord aufstellte. Und die Deutsche zeigte keinerlei Nervenschwäche, ging gleich im ersten Satz in Führung und lieferte sich mit der Koreanerin ein spannendes Duell bis zum Schluss. Erst der letzte Schuss entschied über Sieg oder Niederlage. Wobei man bei einem Endstand von 5:6 gegen die Weltrekordhalterin wohl kaum von einer Niederlage sprechen kann.  „Dieser Wettkampf hat mich nur stärker gemacht“, erzählt Kroppen zufrieden nach dem Wettkampf. Die stärkste Gesamtleitung der Deutschen lieferte Elena Richter mit 660 Ringen. Sie unterlag jedoch der Inderin Laishram mit 6:2 in der dritten Runde. Am Ende reichte es für Platz 17. Charline Schwarz (625 Ringe) und Lisa Unruh (645 Ringe) schieden bereits eine Runde zuvor aus.

Compound: Janine Meißner starke Fünfte

Überzeugen konnte auch Janine Meißner im Einzel mit einem starken Wettkampf. Sie trumpfte im Compound-Wettbewerb mit Platz fünf auf und musste sich am Ende mit 146:147 denkbar knapp der Amerikanerin Paige Pearce Gore geschlagen geben. So äußerte sie sich zwiegespalten nach ihrem Kampf: „Von den Ringzahlen her war es heute richtig schön, schade war nur, dass ich im Viertelfinale gegen die Amerikanerin ausschied, denn im Gesamten betrachtet, war mein Level definitiv höher - das war der bittere Beigeschmack.“

Ihre Teamkollegin Kristina Heigenhauser schoss mit 683 Ringen die beste Leistung der deutschen Compound-Damen, scheiterte jedoch hauchdünn im Shoot-Off gegen die Russin Natalia Adeeva und belegte am Ende Rang 33, wie auch Pia Eibeck und Velia Schall.

Bei den deutschen Recurve-Männern erreichten Florian Kahllund und Maximilian Weckmüller mit Platz 17 und 670 Ringen beziehungsweise 662 Ringen die besten Ränge. Carlo Schmitz (650 Ringe) und Camilo Mayr (634 Ringe) mussten sich bereits früh geschlagen geben.  Bester deutscher Compound-Schütze wurde auf Platz 42. Marcus Laube mit 695 Ringen. 691 Ringe für Marcel Trachsel und 688 Ringe für Lars Klingner komplettierten das Ergebnis der Deutschen. Im Team unterlagen sowohl die Compound-Frauen als auch die Recurve-Männer deutlich in der zweiten Runde gegen die Türkei bzw. Japan. Die Compound-Männer scheiterten ebenfalls in der zweiten Runde an Korea.

Das deutsche Team in Antalya

  • Recurve
    Charline Schwarz, Michelle Kroppen, Elena Richter, Lisa Unruh
    Florian Kahllund, Maximilian Weckmüller, Camilo Mayr, Carlo Schmitz
     
  • Compound
    Kristina Heigenhauser, Janine Meißner, Pia Eibeck, Velia Schall
    Marcel Trachsel, Lars Klingner, Marcus Laube
     
  • Betreuer
    Oliver Haidn (Recurve)
    Holger Hertkorn (Compound)
    Natalia Butuzova (Recurve)
    Felix Rinke (Physiotherapeut)

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Text: DSB
Foto: WA

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